
Warum Südrumänien? Die Suche nach dem Schauplatz meines Romans
Willkommen an Bord von Wikingern, Journalisten und dem Eisernen Vorhang
Schön, dass Sie hier sind! Vielleicht haben Sie sich schon gefragt, was einen norwegischen Raben, eine englische Schreibmaschine und die geheimnisvolle Welt der rumänischen Schwanenvölker verbindet. Die Antwort liegt zwischen den Seiten meiner Romane – und auf den Pfaden, die ich für ihre Entstehung bereise.
Obwohl das eigentliche Ziel die Vergangenheit war, begann die Reise im Hier und Jetzt: im Bauch eines Flugzeugs mit Kurs auf Rumänien, genauer: Flughafen Cluj-Napoca.
Mein Gepäck war überschaubar - Jeans, ein paar Shirts und ein dickes, noch wenig beschriebens Notizbuch für all die Eindrücke, die da kommen mochten. Mit dabei war auch mein Fotoapparat, ein treuer Begleiter, der sich im Laufe der Reise als störrisch herausstellen sollte. Am Ende war es mein Smartphone, das die flüchtigen Momente digital festhalten mussste.
Unsere erste Nacht in Rumänien deutete noch kaum darauf hin, dass wir bald in die 1980er Jahre zurückkatapultiert werden würden. Gemeinsam mit meiner besten Freundin Gaby checkte ich in einem Hotel ein, das bei jedem internationalen 4-Sterne-Standard mithalten konnte. Ein riesiges Appartement mit modernem Flair empfing uns, und am nächsten Morgen erwartete uns ein opulentes Frühstücksbuffet, das keine Wünsche offen ließ.
Der Aufbruch ins Ungewisse
Satt, voller Vorfreude und mit unseren Koffern bepackt, verließen wir schließlich diesen Ort modernen Komforts. Vor der Tür wartete bereits unser Mietwagen - unser machmal eigenwilliges Gefährt für die nächsten zehn Tage. Wir ließen Cluj hinter uns, die grobe Richtung stand fest: Die Karpaten.
Was auf unserer 1.300 km langen Reise vor uns lag, wussten wir nicht. Aber wir spürten, dass mit dem Verlassen von Cluj die Zeit rückwärts laufen würde. Der Roadtrip hatte offiziell begonnen...