Hauptportal der Zitadelle Alba Carolina in der Stadt Alba Iulia ( Karlsburg) erbaut zwischen 1715 und 1738 unter der Herrschaft Karl VI., römisch-deutscher Kaiser und Erzherzog von Österreich.

 

 

 

 

 

 

 

 Von Cluj führte uns der Weg nach Alba Iulia – zu Deutsch: Karlsburg oder Weißenburg. Der Name ist Programm, denn „Alba“ bedeutet schlicht „weiß“. Für mich war dieser Stopp ein Muss: Eine meiner Hauptprotagonistinnen trägt denselben Namen, und ich wollte ihre architektonische Namensvetterin unbedingt persönlich kennenlernen. Die Stadt liegt malerisch im Siebenbürgischen Becken, östlich des Trascău-Gebirges, das auch als Siebenbürgisches Erzgebirge bekannt ist. Heute ist Alba Iulia eine charmante Kleinstadt mit etwa 65.000 Einwohnern, blickt aber auf eine monumentale Geschichte zurück. Einst unter ungarischer Herrschaft, wurde sie im 13. Jahrhundert durch den Mongolensturm verwüstet, stieg jedoch später zur Hauptstadt des Fürstentums Siebenbürgen auf. Nach der Zerstörung durch osmanische Truppen im 17. Jahrhundert begann eine neue Ära: Der Bau der beeindruckenden, sternförmigen Festung Alba Carolina. Ein kurioses Highlight der jüngeren Geschichte ereignete sich 1987: Ein gewaltiger Wohnblock versperrte die Sicht auf die Dreifaltigkeitskathedrale. Gegen den ursprünglichen Widerstand Ceaușescus wurde das 7.600 Tonnen schwere Gebäude kurzerhand in zwei Teile gespalten und auf Schienen verschoben. So entstand der 55 Meter breite Bulevardul Transilvania, der heute den freien Blick auf die Kathedrale ermöglicht. 

Nach so viel historischem Input gönnten wir uns eine Kaffeepause bei bestem Wetter. 

Mein Fazit: Beide Albas – sowohl die Stadt als auch meine Romanfigur – verbindet eine bewegte und faszinierende Geschichte. Dann hieß es: Auf in die Karpaten! Unser Ziel war die berühmte Transfăgărășan. 

Nach 120 Kilometern Fahrt und 47 Kilometer auf dieser spektakulären Serpentinenstraße, die völlig zu Recht als eine der aufregendsten Routen der Welt gilt, war unser Gleichgewichtssinn allerdings am Limit. Mit flauem Magen suchten wir uns ein Plätzchen „irgendwo im Nirgendwo“, um erst einmal wieder festen Boden unter den Füßen zu spüren. 

Kaffeepause in Alba Iulia

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