Ohne Plan durch den Süden Rumäniens: Eine literarische Spurensuche im Gestern

Warum Südrumänien? Die Suche nach dem Schauplatz meines Romans

 

Willkommen an Bord von Wikingern, Journalisten und dem Eisernen Vorhang 

​Schön, dass Sie hier sind! Vielleicht haben Sie sich schon gefragt, was einen norwegischen Raben, eine englische Schreibmaschine und die geheimnisvolle Welt der rumänischen Schwanenvölker verbindet. Die Antwort liegt zwischen den Seiten meiner Romane – und auf den Pfaden, die ich für ihre Entstehung bereise. 

 

 

Worum es auf diesem Blog geht  ​

Dieser Blog ist mehr als nur ein Reisetagebuch. Er ist der Blick über meine Schulter, während ich an meiner fünfteiligen Saga schreibe. Hier nehme ich Sie mit zu den Orten, an denen die Geschichte meiner Protagonisten lebendig wird: ​Spurensuche in Süd-Rumänien: Begleiten Sie mich auf ungeplanten Roadtrips durch die Walachei, auf der Suche nach dem echten Lokal-Kolorit der 1980er Jahre. ​Nordische Mystik: Erfahren Sie mehr über die Hintergründe der Wikingerfamilie aus Burg Ravnfjell und die raue Natur Norwegens.

 

Das Handwerk meines Schreibens  

Ich teile Einblicke in meine Recherche, von historischen Details hinter dem Eisernen Vorhang bis hin zur Entwicklung meiner vielschichtigen Charaktere. ​

 

Warum ich diesen Weg mit Ihnen teile 

​Drei Bände meiner Saga sind bereits vollendet, zwei weitere entstehen gerade in meinem Kopf und auf dem Papier. Doch eine Geschichte wird erst durch ihre Leser wirklich lebendig. Ich möchte Sie einladen, Teil dieses Prozesses zu werden – fernab von festen Reiseplänen, geleitet von Neugier und der Liebe zum Detail.

 

 

 

Was passiert, wenn man die Landkarte beiseitelegt und sich nur von der Atmosphäre eines Jahrzehnts leiten lässt, das längst vergangen scheint? Mein Ziel war das südliche Rumänien, doch mein eigentlicher Kompass war die Handlung meines neuen Romans. Um das echte Lokal-Kolorit der 1980er Jahre einzufangen, entschied ich mich für das Ungeplante: Jede Etappe dieser Reise sollte sich erst im Moment des Aufbruchs ergeben. ​Ich wollte wissen: Wo atmen die Straßen noch die Geschichte der achtziger Jahre? Zwischen verlassenen Industrieanlagen, versteckten Bergdörfern und der Weite der Walachei suchte ich nach den Bildern, die meine Worte im Buch zum Leben erwecken sollten. Begleiten Sie mich auf einem Roadtrip, der mehr eine Zeitreise als eine klassische Urlaubsfahrt war – voller Überraschungen, ohne festes Ziel, aber mit einer ordentlichen Portion Neugier im Gepäck. 

Obwohl das eigentliche Ziel die Vergangenheit war, begann die Reise im Hier und Jetzt: im Bauch eines Flugzeugs mit Kurs auf Cluj-Napoca.

Mein Gepäck war überschaubar - Jeans, ein paar Shirts und ein dickes, noch wenig beschriebens Notizbuch für all die Eindrücke, die da kommen mochten. Mit dabei war auch mein Fotoapparat, ein treuer Begleiter, der sich im Laufe der Reise als störrisch herausstellen sollte. Am Ende war es mein Smartphone, das die flüchtigen Momente digital festhalten mussste.

 

Unsere erste Nacht in Rumänien deutete noch kaum darauf hin, dass wir bald in die 1980er Jahre zurückkatapultiert werden würden. Gemeinsam mit meiner besten Freundin Gaby checkte ich in einem Hotel ein, das bei jedem internationalen 4-Sterne-Standard mithalten konnte. Ein riesiges Appartement mit modernem Flair empfing uns, und am nächsten Morgen erwartete uns ein opulentes Frühstücksbuffet, das keine Wünsche offen ließ.

 

Der Aufbruch ins Ungewisse

Satt, voller Vorfreude und mit unseren Koffern bepackt, verließen wir schließlich diesen Ort modernen Komforts. Vor der Tür wartete bereits unser Mietwagen - unser machmal eigenwilliges Gefährt für die nächsten zehn Tage. Wir ließen Cluj hinter uns, die grobe Richtung stand fest: Die Karpaten.

Was auf unserer 1.300 km langen Reise vor uns lag, wussten wir nicht. Aber wir spürten, dass mit dem Verlassen von Cluj die Zeit rückwärts laufen würde. Der Roadtrip hatte offiziell begonnen... 

 

 

Manchmal reicht ein Moment, um ein Leben zu verändern. Für mich war es ein Zeitungsartikel.

Damals führte ich mit meinem Mann ein international tätiges Unternehmen. Mein Leben war klar strukturiert, geprägt von Verantwortung und Tempo. Und dann las ich von den rumänischen Kinderheimen während des Ceausescu Regimes. 

Was ich dort las, hat sich eingebrannt.: Kinder. Verlassen. Verwahrlost. Gebrochen. Ohne Stimme. Ohne Schutz. Ohne Hoffnung.

Auf einer Autobahn, auf dem Weg zu einem Geschäftstermin, traf mich die Erkenntnis: Diese Geschichte muss erzählt werden. Ich begann zu schreiben.

 

Und dann kam das Leben dazwischen.

Mein Mann starb. Plötzlich. Von einem Moment auf den anderen lag die Verantwortung für das Unternehmen auf meinen Schultern. Jetzt ging es nicht mehr ums Schreiben, jetzt ging es ums Durchhalten.

 

Das Schreiben verstummte. Aber die Geschichte nicht. Zwölf Jahre blieb sie bei mir. Still und unnachgiebig. 

 

Ich begann wieder zu schreiben - nachts - wenn die Telefone nicht mehr klingelten und der Betrieb zur Ruhe kam. Zwischen Erschöpfung und Pflicht entstand mein Roman. Und aus einer Idee wurde Wirklichkeit.

 

Als ich das Unternehmen schließlich in neue Hände übergab, enstand Raum für das, was all die Jahre gewartet hatte. 

Dass meine Geschichte im Ceausescu Regime beginnt, war für mich nie die Frage. Zu tief sitzt das Leid dieser Kinder: Kinder, die unter unmenschlichen Bedingungen lebten.

Ein schweres Thema. Und genau deshalb entschied ich mich für das Genre Fantasy. Nicht, um die Realität zu beschönigen, sondern um sie erzählbar zu machen. Um einen Zugang zu schaffen, um Licht dorthin zu bringen, wo außer Dunkelheit und Schmerz nichts war.  

 

 

 

 

 

 

 

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